Israel: Außenminister erbittet deutsche Hilfe

Israel: Außenminister erbittet deutsche Hilfe

Nach all der unsäglichen Hetze gegen Juden und gegen Israel in Deutschland gibt es nun eine Chance für die deutschen Politiker, zu beweisen, dass ihre Parolen, sie ständen zu Israel und seiner Existenz, keine hohlen Phrasen waren. Jetzt, nachdem das ganze Ausmaß der unvermeidlichen Zerstörungen im Gazastreifen durch Israels Gegenwehr gegen Hamas-Angriffe sichtbar wird, bittet der Israelische Außenminister, Avigdor Liebermann (Foto), die Deutschen als politische Führungsnation Europas, sich mehr für die Sicherheit und Menschenwürde im Nahen Osten zu engagieren und Inspektoren nach Gaza zu senden, um eine wirtschaftliche und humanitäre Katastrophe abzuwenden und zukünftigen Waffenschmuggel durch die Hamas zu verhindern.

Die FAZ schreibt:

Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten am Mittwoch – einen Tag nach Inkrafttreten einer zunächst befristeten Feuerpause – gemeinsam Hilfen für eine dauerhafte Lösung in dem Konflikt angeboten. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, es werde unter anderem vorgeschlagen, die EU-Grenzmission Eubam am Übergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wieder aufzunehmen. Zudem könne eine internationale Überwachungsmission bei einer Vereinbarung zur Entwaffnung radikaler Gruppen im Gazastreifen helfen.

Weiter hieß es aus dem Auswärtigen Amt, es handele sich um einen Beitrag zu den in der ägyptischen Hauptstadt Kairo angelaufenen Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern. Zu den vorgeschlagenen Elementen fänden derzeit intensive Abstimmungen mit den Parteien in der Region und mit internationalen Partnern statt.

Deutsche Beamte waren schon vor Ort

Die erste Eubam-Mission (European Union Border Assistance Mission) lief von 2005 bis 2007, damals waren zur Kontrolle des Grenzübergangs Rafah zwischen Gazastreifen und Ägypten auch Kräfte von Bundespolizei und Zoll beteiligt. Paris hatte bereits Mitte Juli eine Neuauflage der Mission vorgeschlagen.

Der Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten ist seit der Machtübernahme der Hamas 2007 geschlossen. Die Palästinenser sind damit von einer wichtigen wirtschaftlichen Lebensader abgeschnitten.

Die derzeitige Lösung scheint unbefriedigend, selbst dann, wenn die Waffenruhe zunächst halten sollte, denn es steht zu befürchten, dass Israel immer wieder – wie schon in der Vergangenheit – von Gaza aus angegriffen wird. Die Hamas ist längst noch nicht entwaffnet, sondern nur geschwächt. Es werden manche Stimmen laut, die Israel vorhalten, seine Mission gegen die Entwaffnung des Hamas zu früh eingestellt zu haben.

Für Israel aber, das zwischen mehreren großen islamischen Staaten eingekeilt ist, ist eine kluge Strategie jetzt eine Überlebensfrage. Und klug ist es nicht immer, den Feind so lange zu bekämpfen, bis kein einziger mehr übrig geblieben ist. Die Natur verabscheut das Vakuum, und auch ein politisches Vakuum in Gaza könnte noch ganz andere Kräfte wie z. B. die immer näherkommende ISIS hinauf beschwören, deren weder Israel noch die Weltgemeinschaft ohne Weiteres Herr werden kann.

Wir sollten uns aus unserer komfortablen geografischen Lage heraus davor hüten, das geografisch kleine Israel, das kaum größer als das Bundesland Hessen ist, als Speerspitze gegen den gesamten Islamofaschismus der Welt zu missbrauchen. Für Israel ist ein Krieg eine Überlebensfrage. Macht Israel jetzt einen strategischen Fehler, wird es von der Bildlfläche verschwinden – und mit ihm das letzte Bollwerk gegen den faschistischen Islam vor Europas Toren.

Kategorie: Deutschland, Gaza, Hamas, ISIS, Islam, Israel, Nahost | PI, 08. Aug 2014 | Druckversion | | Kommentar schreiben

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Ein Kommentar zu „Israel: Außenminister erbittet deutsche Hilfe

  1. Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    1933 den Kriegerklären uns besetzt haltend und deren Geschäftspraxis nicht akztiert anbindend, sollen wir die Besetzten denen im Nahen Osten helfen? Was müssen die Knöpfchenzähler, denn Geld ist ja kein Wert, nur Kreditschein, von sich halten? Ach ja, wir lesen, was des Juden Rechte sind und was da, des Nichtjuden seine Rechte sind! Eine Freude geht um die Erde, siehe das dem Peiniger nun einer das Wasser reicht! Und wie sagt das Sprichwort? Wie Du mir, so ich Dir? Selbstverteidiggung wurde unsereVolk ausgetrieben, siehe Waffenbesitzverbot und Ausgabe der Personalausweise derer Firma! Glück, Auf, meine Heimat, Ich nur der Dreckwegkehrer!

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