Die Terrorarmee »Islamischer Staat« wird von drei der wichtigsten Verbündeten der USA im Nahen und Mittleren Osten finanziert

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Da US-Präsident Obama nun Luftangriffe auf Ziele des »Islamischen Staates« (IS) im Irak angeordnet hat, sollte man sich noch einmal in Erinnerung rufen, welche Länder eigentlich die mordende und brandschatzende Terrorgruppe finanzieren. Die Antwort: Saudi-Arabien, Kuwait und Katar – drei der wichtigsten und engsten Verbündeten der USA in der Region des Nahen und Mittleren Ostens.

Gestern Abend hatte Obama begrenzte Luftangriffe angekündigt, um den Vormarsch der IS-Kämpfer zu stoppen und den Angehörigen der religiösen Minderheit der Jesiden Hilfe zu leisten, die gezwungen waren, vor den Kämpfern des IS aus ihren Dörfern in die nahe gelegene Gebirgsregion Dschabal Sindschar im Nordirak zu fliehen, um ihrer Ermordung zu entgehen.

Allerdings hat es die amerikanische Regierung versäumt, Druck auf verschiedene Golfstaaten auszuüben, die direkt dafür verantwortlich sind, dass der »Islamische Staat« überhaupt im Irak Fuß fassen konnte.

Wie Josh Rogin auf der Internetseite Daily Beast dargelegt hat, wurde »die Gruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIS, heute »Islamischer Staat«, IS) jahrelang von wohlhabenden Spendern aus Kuwait, Katar und Saudi-Arabien unterstützt − drei Verbündeten der USA, die im ›Krieg gegen den Terror‹ auch eigene Ziele verfolgen.«

Zusätzlich zu den Einnahmen aus kriminellen Aktivitäten und Strafsteuern, die aus der lokalen Bevölkerung unter Androhung des Todes herausgepresst werden, ist IS von ständiger finanzieller Unterstützung aus Ländern abhängig, die seit Jahren extremistische Islamisten unterstützt und finanziert haben, ohne dass ihnen dabei von den verschiedenen Regierungen im Weißen Haus Einhalt geboten wurde. Selbst Hinweise auf eine direkte saudische Beteiligung an den Anschlägen vom 11. September 2001 führten nicht zu einer Neubewertung der Länder, die Amerika als seine Freunde bezeichnet.

»Jeder weiß, dass Gelder durch Kuwait fließen, und dass diese Gelder aus der Golfregion stammen«, sagte Andrew Tabler, hochrangiger Mitarbeiter des Washington Institute for Near east Policy (WINEP), »Das Bankensystem Kuwaits und seine Geldwechsler sind schon seit langem ein riesiges Problem, da sie als wichtiger Kanal für Gelder bekannt sind, die an extremistische Gruppen in Syrien und jetzt auch im Irak fließen.«

Diese staatliche Unterstützung für den IS, der nun als die reichste Terrorgruppe weltweit gilt, veranlasste den irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki dazu, in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender France 24, direkt auf die Rolle Saudi-Arabiens und Katars einzugehen. »Ich werfe diesen Ländern vor, terroristische Bewegungen aufzuhetzen und zu ermutigen. Ich beschuldigte sie, sie politisch und über die Medien sowie mit Geld und durch den Ankauf für sie bestimmter Waffen zu unterstützen«, erklärte Maliki.

Da das Weiße Haus nichts unternommen hat, um diese Länder für ihre Unterstützung und Finanzierung von ISIS/IS zur Verantwortung zu ziehen, hat es damit eindeutig bewiesen, dass es seine geopolitischen Ziele, den Iran und Syrien zu isolieren, bewusst höherstellt als die Stabilität in der gesamten Region. Zugleich ist das Weiße Haus aber auch direkt für den zunehmenden Einfluss und die wachsende Machtposition des IS verantwortlich, weil es andere Rebellengruppen in Syrien, die zunächst mit ISIS/IS verbündet waren und später von ihr übernommen wurden, unterstützte.

Es gibt sogar zahlreiche Hinweise darauf, dass die USA 2012 einige der Islamisten, die sich später ISIS/IS anschlossen, an einem geheimen Militärstützpunkt in Jordanien ausbildeten. Aaron Klein schilderte auf dem Internetportal WND, ihm sei von jordanischen Regierungsvertretern berichtet worden, »Dutzende späterer ISIS/IS-Kämpfer wurden damals als Teil verdeckter Unterstützung für die Aufständischen, die das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in Syrien stürzen wollten, ausgebildet«.

Aber auch ein anderer Verbündeter der USA – die Türkei – bildete ISIS/IS-Kämpfer auf dem Gelände des Luftwaffenstützpunktes Incirlik in der Nähe der Stadt Adana im Süden der Türkei aus.

Aus der näheren Umgebung des schiitischen irakischen Ministerpräsidenten al-Maliki war zu hören, die Regierung Obama habe einfach darüber hinweggesehen, dass die Türkei Kämpfer ausrüstete und dann nach Syrien schickte, bevor sie dann in den Irak gingen. Das Weiße Haus trage daher eine Mitschuld an der Eroberung wichtiger irakischer Städte durch ISIS/IS.

Unabhängig davon, ob die Luftangriffe aus »humanitären Beweggründen« nun tatsächlich darauf abzielen, dem Terror der ISIS/IS Einhalt zu gebieten, oder ob sie nur Teil eines Versuches sind, einen Vorwand für den seit langem angestrebten Angriff auf Syrien zu schaffen, tragen das Weiße Haus selbst sowie einige der angeblich engsten Verbündeten der USA eine Mitverantwortung für den gegenwärtigen Machtzuwachs und Vormarsch der ISIS/IS in der Region.

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