Etwa 300 Kamaz-Lkws mit 2000 Tonnen an Hilfsgütern an Bord haben sich am heutigen Dienstagmorgen (12.8.2014) aus der Region Moskau in Richtung Ukraine auf den Weg gemacht, berichteten Moskauer Regionalbehörden. Zuvor hatten sich Russland und die Ukraine über eine humanitäre Hilfsmission unter der Leitung des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) verständigt.
280 Lastkraftwagen wurden vom russischen Katastrophenschutzministerium mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und Trinkwasser beladen, berichteten russische Medien. »Der Konvoi wird an die 2000 Tonnen humanitärer Hilfsgüter, die von Moskauern und Bewohnern des Großraums Moskau gesammelt wurden, in die Ostukraine bringen«, erklärte die Bezirksverwaltung Moskau gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti.
Des Weiteren gehören 400 Tonnen Getreide, 100 Tonnen Zucker und 62 Tonnen Säuglingsnahrung sowie 54 Tonnen medizinischer Ausrüstung und Medikamente zur Ladung. Darüber hinaus werden 12 000 Schlafsäcke und 69 Stromgeneratoren unterschiedlicher Leistung in die Krisenregion gebracht.
Diese Hilfslieferung finde ohne Beteiligung des russischen Militärs statt, betonte Kremlsprecher Dmitri Peskow später. Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Montag, Russland werde in Zusammenarbeit mit dem IKRK eine Hilfslieferung in die Ukraine schicken.
Zuvor hatte der russische Außenminister Sergei Lawrow gesagt, alle »möglichen und unmöglichen Vorwände seien nunmehr beseitigt worden«, womit er sich auf die Gespräche mit Kiew bezog. Er gab auch seiner Hoffnung Ausdruck, die »westlichen Partner werden dem keine Steine in den Weg legen und an die Menschen denken, die dringend Trinkwasser und Strom benötigen«.
In der bisher jüngsten Erklärung betonte das IKRK die dringende Notwendigkeit von Hilfslieferungen an die umkämpften Regionen. Allerdings warte man noch auf ausführlichere Informationen aus Moskau. »Vor Beginn der Hilfsoperation muss das IKRK ohne unnötige Verzögerung von den Behörden der Russischen Föderation alle notwendigen Einzelheiten zu der Hilfslieferung erhalten. Das betrifft den Umgang und die Art der gelieferten Güter sowie bestimmte Erfordernisse für den Transport und die Lagerung«, erklärte die Hilfsorganisation.
Russland hatte bereits in der vergangenen Woche im UN-Sicherheitsrat vorgeschlagen, unter der Leitung des IKRK Hilfsgüter in die Krisenregion der Ostukraine zu entsenden. Aber die führenden Vertreter der USA, Großbritanniens und Deutschlands schienen die Lieferung behindern zu wollen, erklärte Lawrow und warf diesen Ländern eine »extrem zynische Haltung« vor, weil sie behaupteten, die Regierung in Kiew habe bereits alle erforderlichen humanitären Maßnahmen »in die Wege geleitet«.
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