Washington stellt eine Bedrohung für die Welt dar

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Die rücksichtslosen, leichtsinnigen und unverantwortlichen politischen sowie militärischen Interventionen Washingtons im Irak, in Libyen und Syrien haben dort nur extrem verheerende Entwicklungen ausgelöst. Die verschiedenen religiösen Gruppen, die unter der jeweiligen Herrschaft von Saddam Hussein, Gaddafi und Baschar al-Assad friedlich zusammenlebten, sind nun dabei, sich gegenseitig abzuschlachten, und eine neue Gruppe namens »Islamischer Staat« (IS, zuvor ISIS) hat damit begonnen, einen neuen Staat zu gründen, der aus Teilen des Iraks und Syriens besteht.

Die Turbulenzen und das Chaos, das die amerikanischen Regierungen unter den Bushs und Obama im Nahmittelosten ausgelöst haben, brachten für Millionen Menschen Tod und Vertreibungen und werden dies auch noch in der Zukunft bedeuten. Während ich diesen Artikel schreibe, sitzen etwa 40 000 Iraker in einer Gebirgsregion ohne Wasser und Verpflegung fest, eingekesselt von Kampfgruppen des IS, eines Geschöpfs der amerikanischen Einmischung, und erwarten ihren Tod.

Die Wirklichkeit des Nahmittelostens spricht dem inszenierten Auftritt George W. Bushs am 1. Mai 2003 auf dem US-Flugzeugträger Abraham Lincoln, bei dem er verkündete hatte: »Mission abgeschlossen«, bitteren Hohn. Die Mission, die Washington abgeschlossen hat, bestand darin, den Nahmittelosten und das Leben von Millionen Menschen völlig zu zerrütten und das Ansehen Amerikas dabei zu ruinieren. Aufgrund des neokonservativen, bösartigen Bush-Regimes wird Amerika heute von der restlichen Welt als die größte Bedrohung des Weltfriedens angesehen.

Der Angriff des Clinton-Regimes auf Serbien schuf den Präzedenzfall. Bush ging dann mit seiner nackten Aggression gegen Afghanistan, die Washington in Orwellschem »Neusprech« als »Operation Dauerhafter Frieden« bezeichnete, noch einen Schritt weiter.

Washington brachte Afghanistan Chaos und Zerstörung, aber keine Freiheit. Nachdem Washington das Land 13 Jahre lang ruiniert hatte, ist es nun dabei, sich zurückzuziehen – die »Supermacht« wurde von ein paar Tausend leicht bewaffneten Taliban besiegt und hinterlässt dort »verbrannte Erde«, für die Washington natürlich keinerlei Verantwortung übernehmen will.

Eine andere Quelle ständiger Unruhe im Nahmittelosten ist Israel, dessen völkerrechtswidrige Besetzung Palästinas von Washington ermöglicht wurde. Inmitten der jüngsten Angriffe Israels auf Zivilisten in Gaza verabschiedete der amerikanische Kongress Resolutionen, in denen die israelischen Kriegsverbrechen unterstützt wurden, und ein Gesetz, das Israel Hunderte Millionen Dollar für Waffen- und Munitionskäufe zusichert. Hier werden wir Zeuge, wie die »moralische Großmacht Amerika« ohne Einschränkung eindeutige Kriegsverbrechen gegen im Wesentlichen wehrlose Menschen unterstützt.

Wenn Israel Frauen und Kinder ermordet, heißt es aus Washington, Israel nehme sein »Recht auf Selbstverteidigung« wahr; dabei betrifft dies ein Gebiet, das Israel den Palästinensern gestohlen hat. Üben die Palästinenser Vergeltung, bezeichnet Washington dies als »Terrorismus«. Indem Washington Israel unterstützt, das von einigen wenigen moralischen Regierungen, die es immer noch gibt, als terroristischer Staat bezeichnet wird, und dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon Kriegsverbrechen vorwirft, verletzt es seine eigenen Gesetze, die die Unterstützung von Terrorstaaten verbieten.

Dabei ist Washington selbst der führende Terrorstaat. Streng genommen wäre es daher nach amerikanischem Recht für Washington illegal, sich selbst zu unterstützen. Aber Washington hält sich eben an keine Gesetze – weder an die, die im eigenen Land gelten, noch an das Völkerrecht –, die seinem Machtstreben und Handeln Grenzen setzen könnten. Washington nimmt eben unter allen Ländern eine absolute Sonderstellung und eine unvergleichliche, unverzichtbare Führungsposition ein. Nichts anderes zählt. Kein Gesetz, keine Verfassung und keine humanitären Überlegungen können und dürfen den Willen Washingtons einschränken. Mit diesen Ansprüchen stellt Washington sogar den Ehrgeiz des Dritten Reiches in den Schatten.

So schrecklich sich die Rücksichtslosigkeit Washingtons auch auf den Nahmittelosten auswirkt, seine Rücksichtslosigkeit gegen Russland wiegt noch um Größenordnungen schwerer. Washington hat die Nuklearmacht Russland überzeugt, dass es einen atomaren Erstschlag gegen Russland plant. Als Reaktion verstärkt Russland seine Nuklearstreitmacht und stellt die amerikanische Luftverteidigung auf die Probe.

Man kann sich kaum ein unverantwortlicheres Vorgehen vorstellen, als Russland zur Überzeugung zu bringen, Washington beabsichtige, Russland mit einem präemptiven Erstschlag anzugreifen. Ein Berater Putins erläuterte gegenüber russischen Medien Washingtons Erstschlagsabsichten, und ein russischer Duma-Abgeordneter veröffentlichte eine Dokumentation zu den Erstschlagsplänen Washingtons. Unter Berücksichtigung aller Hinweise kann Russland, wie ich in meinen Kommentaren und Artikeln immer wieder erklärt habe, zu keinem anderen Schluss kommen.

China ist sich bewusst, dass es der gleichen Bedrohung durch Washington gegenübersteht. Als Reaktion auf die gegen China gerichteten Kriegspläne Washingtons zeigte China auf, wie seine Nuklearstreitkräfte als Antwort auf einen Angriff Washingtons dazu eingesetzt würden, die USA zu zerstören. China machte keinen Hehl aus seinen Überlegungen, auch weil es hoffte, dadurch in der amerikanischen Bevölkerung Widerstand gegen die gegen China gerichteten Kriegspläne Washingtons auszulösen. Ebenso wie Russland handelt es sich bei China um ein Land, das im Aufstieg begriffen ist und das keinen Krieg benötigt, um erfolgreich zu sein.

Das einzige Land weltweit, das Krieg braucht, ist Washington, und das geht vor allem darauf zurück, dass sich in Washington die neokonservative Agenda einer amerikanischen Weltherrschaft durchgesetzt hat.

Vor den Regierungen Bushs und Obamas war jeder frühere amerikanische Präsident sehr darum bemüht, nukleare Drohgebärden zu vermeiden. Die amerikanische Kriegsdoktrin sah vor, sich bei ihrer nuklearen Bewaffnung auf Vergeltung für den Fall zu beschränken, dass die USA selbst mit Atomwaffen angegriffen würden. Hinter der nuklearen Streitmacht der USA stand die Absicht, durch Abschreckung den Einsatz dieser Waffen zu verhindern. Die rücksichtslose und unbesonnene Regierung unter George W. Bush erhob Atomwaffen in den Rang präemptiver Erstschlagskapazitäten und zerstörte damit jegliche Beschränkungen, denen der Einsatz von Atomwaffen bisher unterlegen hatte.

Unter Präsident Reagan verfolgte die Regierung das vorrangige Ziel, den Kalten Krieg und damit zugleich auch die Gefahr von Atomkriegen zu beenden. Diesen einzigartigen Erfolg Präsident Reagans hat die amerikanische Regierung unter George W. Bush zunichte gemacht. In Kombination mit der Dämonisierung Russlands durch die Regierung Obama wurde dadurch die Gefahr eines Atomkrieges erhöht.

Als die inkompetente Regierung Obama entschied, die demokratisch gewählte Regierung in der Ukraine zu stürzen und an ihrer Stelle eine Marionettenregierung nach dem Willen Washingtons einzusetzen, »übersah« das amerikanische Außenministerium, dessen Politik von neokonservativen Ideologen geprägt ist, dass die östlichen und südlichen Teile der Ukraine aus früheren russischen Provinzen bestanden, die der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik durch die kommunistische Parteiführung zugeschlagen wurden, als die Ukraine und Russland noch Teil desselben Landes – der Sowjetunion – waren. Als die russenfeindlichen Handlanger, die Washington in Kiew eingesetzt hatte, ihrer Feindseligkeit gegenüber der russischstämmigen Bevölkerung der Ukraine in Wort und Tat freien Lauf ließen, erklärten die früheren russischen Provinzen ihre Absicht, sich wieder »Mütterchen Russland« anzuschließen. Dies ist weder eine Überraschung, noch kann man dafür Russland die Schuld zuschieben.

Die Krim entschied sich für einen Wiederanschluss an Russland, dem die Krim seit dem 17. Jahrhundert angehört hatte, aber Putin verweigerte bisher den anderen früheren russischen Provinzen die Erfüllung ihrer Bitten, weil er hoffte, auf diese Weise dem Propagandakrieg entgegenwirken zu können, den Washington gegen ihn losgetreten hatte. Als Folge davon fühlten sich die Handlanger Washingtons in Kiew ermutigt, die abtrünnigen Provinzen anzugreifen. Dabei übernahmen sie die israelische Politik von Angriffen auf die Zivilbevölkerung und deren Wohngebiete sowie auf die zivile Infrastruktur.

Die korrupten westlichen Medien ignorierten diese Tatsachen und warfen Russland vor, in die Ukraine einzumarschieren und Teile des Landes zu annektieren. Diese Lüge lässt sich durchaus mit den Unwahrheiten vergleichen, die der damalige amerikanische Außenminister Colin Powell im Dienste des verbrecherischen Bush-Regimes gegenüber dem UN-Sicherheitsrat im Zusammenhang mit angeblichen irakischen Massenvernichtungswaffen äußerte. Für diese Lügen entschuldigte sich Collin Powell später. Diese Entschuldigung blieb allerdings folgenlos, da der Irak auch aufgrund seiner Lügen bereits zerstört worden war.

Als dann die malaysische Passagiermaschine abstürzte, machte man Russland verantwortlich, ohne dass irgendwelche Tatsachen über den genauen Hergang der Katastrophe bekannt waren. Insbesondere britische Medien waren an vorderster Front dabei, als es darum ging, unmittelbar nach Bekanntwerden des Absturzes Russland die Schuld zuzuschieben. Ich selbst hörte die groben Falschdarstellungen der britischen BBC und die unverfrorenen Lügen des amerikanischen Radiosenders National Public Radio, aber die Berichterstattung der britischen Tageszeitung Daily Mail übertrumpfte selbst das noch. Man gewann den Eindruck, dieses Medienspektakel sei bereits vor dem Absturz abgesprochen worden, was natürlich nahelegt, dass Washington dahinter steckt.

Die Todesopfer des Absturzes wurden zum wichtigsten Thema des amerikanischen Propagandakrieges. Der Tod dieser 290 Menschen ist ohne Zweifel ein tragisches Ereignis, aber ihre Zahl stellt nur einen Bruchteil der Todesopfer dar, die Israel gleichzeitig der palästinensischen Bevölkerung abverlangte, ohne dass dies irgendwelche Proteste seitens westlicher Regierungen ausgelöst hätte. Die westliche Bevölkerung reagierte anders, und so kam es vielerorts zu Demonstrationen gegen das israelische Vorgehen, die im Sinne Israels von westlichen Sicherheitskräften unterdrückt wurden.

Washington benutzte den Abschuss des Flugzeugs, für den wahrscheinlich Washington selbst verantwortlich ist, als Vorwand für eine weitere Verschärfung der Sanktionen gegenüber Russland und übte massiven Druck auf seine europäischen Marionetten aus, sich den amerikanischen Sanktionen mit eigenen Sanktionen anzuschließen, was die Europäische Union dann auch bereitwillig tat.

Washington erhebt einfach nur Beschuldigungen und macht Andeutungen, weigert sich aber, entsprechende Beweise etwa in Form von Satellitenfotos offenzulegen, vermutlich weil die Fotos die Lügen Washingtons eben nicht untermauern. Washington will sich seine Dämonisierung Russlands nicht durch Tatsachen beeinträchtigen lassen. Dies kennt man schon aus dem amerikanischen Vorgehen gegenüber dem Irak, Libyen, Syrien und dem Iran.

22 rücksichtslose und verantwortungslose amerikanische Senatoren haben das so genannte »Gesetz zur Verhinderung russischer Aggressionen 2014« eingebracht, das von Senator Bob Corker initiiert wurde, der mit seiner Unwissenheit und Dummheit scheinbar die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung oder die Mehrheit der Wähler im US-Bundesstaat Tennessee sehr gut zu repräsentieren scheint. Bei Corkers Gesetzesvorschlag handelt es sich um ein hirnloses Gesetz, das geeignet ist, einen Krieg vom Zaun zu brechen, den niemand überleben würde. Offenbar sind blöde Amerikaner bereit, aber auch wirklich jeden in ein Amt zu wählen.

Die Behauptung, Russland trage die Verantwortung für den Abschuss des malaysischen Passagierflugzeugs, ist in westlichen Hauptstädten zu einer unbestreitbaren Tatsache geworden, obwohl es nicht die geringsten Beweise gibt, die diese Beschuldigung unterstützen. Und selbst einmal angenommen, diese Behauptung träfe zu, wäre ein Flugzeugabschuss dann einen Weltkrieg wert?

Der britische Verteidigungspolitische Ausschuss ist zu dem Schluss gekommen, dass sich das darnieder liegende und militärisch schwache Vereinigte Königreich nun »auf die Verteidigung Europas gegen Russland« konzentrieren müsse. Schon jetzt wird nach einer massiven Steigerung der Militärausgaben gerufen und überall ertönen die Kriegstrommeln – und der gesamte Westen macht mit. Ein militärisch schwaches England will also Europa vor einem nichtexistenten, aber vielbeschworenen Angriff des russischen Bären schützen.

Hohe militärische Amts- und Würdenträger der USA und der NATO sowie selbst der amerikanische Verteidigungsminister geben Warnungen vor einer russischen Bedrohung heraus, die sich auf einen angeblichen, aber nicht realen russischen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine gründen. Und aus dem westlichen Propagandaministerium ist zu hören, sollte Russland die russische Bevölkerung in der Ukraine vor den militärischen Angriffen seitens der Handlangerregierung Washingtons in Kiew verteidigen, beweise dies nur, das Russland der Bösewicht sei.

Der Propagandakampagne Washingtons ist es gelungen, Russland in eine Bedrohung zu verwandeln. Aus Meinungsumfragen geht hervor, dass 69 Prozent der Amerikaner Russland gegenwärtig als Bedrohung betrachten und das Vertrauen der Russen in die amerikanische Führung praktisch auf null gesunken ist.

Die Russen und ihre Regierung sind Zeuge einer Dämonisierung, die gleichermaßen ihrem Land und ihrer politischen Führung gilt. Das gleiche Schicksal der Verteufelung erlitten der Irak und Saddam Hussein, Libyen und Gaddafi, Syrien und Assad sowie Afghanistan und die Taliban jeweils kurz vor dem Beginn westlicher Kriegsoperationen gegen diese Länder. Für einen Russen drängt sich hier der Schluss auf, dass Washington einen Krieg gegen Russland beabsichtigt.

Meiner Meinung nach sind diese Unverantwortlichkeit und Rücksichtslosigkeit der Regierung Obama in der Geschichte beispiellos. Niemals zuvor hat eine Regierung der Vereinigten Staaten oder eine Regierung irgendeiner Nuklearmacht überhaupt so große Anstrengungen unternommen, eine andere Atommacht davon zu überzeugen, dass sie einen Angriff auf die andere Macht plant. Eine größere Provokation, die das Leben auf der Erde in einem noch stärkeren Ausmaß gefährdet, ist kaum denkbar. Aber der Narr im Weißen Haus ist diesen Schritt gegangen und überzeugte sowohl Russland als auch China davon, Washington plane einen präemptiven Erstschlag gegen beide Mächte.

Die Republikaner wollen wegen relativ unbedeutender Fragen, wie etwa Obamacare, gegen Obama klagen oder sogar ein Amtsenthebungsverfahren anstrengen. Aber warum sind die Republikaner nicht bereit, Obama seines Amtes zu entheben, wenn es um etwas sehr viel Wichtigeres geht – nämlich darum, zu verhindern, dass die Welt der Gefahr eines nuklearen Armageddon ausgesetzt wird?

Die Antwort hat damit zu tun, dass die Republikaner genauso durchgeknallt sind wie die Demokraten. Ihre politischen Anführer wie etwa John McCain oder Lindsey Graham sind überzeugt und entschlossen, »es den Russen zeigen« zu wollen. Wenn sich jemand mit amerikanischer Politik befasst, wird er allerorten auf wildgewordene Persönlichkeiten, Psychopathen und Soziopathen stoßen, die niemals irgendwelche politische Verantwortung tragen sollten.

Washington hat schon vor langer Zeit jegliche Diplomatie aufgegeben und stützt sich allein auf Gewalt und Einschüchterung. Der amerikanischen Regierung fehlt es an jeglicher Urteilskraft. Und dies ist auch der Grund dafür, dass der Rest der Welt, wie aus Meinungsumfragen hervorgeht, die amerikanische Regierung als das größte Hindernis für den Weltfrieden sieht. Am 8. August 2014 schrieb Gabor Steingart, der Herausgeber des Handelsblatts (sozusagen die deutsche Entsprechung des amerikanischen Wall Street Journal), in einem Kommentar, der unter seinem Namen erschien:

»Die amerikanische Neigung zur verbalen und dann auch militärischen Eskalation, das Ausgrenzen, Angiften und Angreifen, hat sich nicht bewährt. Die letzte erfolgreiche militärische Großaktion, die Amerika durchgeführt hat, war die Landung in der Normandie. Alles andere – Korea, Vietnam, Irak und Afghanistan – ging gründlich daneben. Jetzt wieder NATO-Einheiten an die polnische Grenze zu verlegen und über eine Bewaffnung der Ukraine nachzudenken, ist eine Fortsetzung der diplomatischen Ideenlosigkeit mit militärischen Mitteln.«

Die Marionettenstaaten Washingtons – das gesamte Europa, Japan, Kanada und Australien – machen mit ihrer Unterstützung des Bestrebens Washingtons, über die ganze Welt zu herrschen, überhaupt erst möglich, dass Washington gegenwärtig eine solche beispiellose Bedrohung für die Welt darstellt.

In diesem Jahr jährt sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Und die irrwitzigen Entwicklungen, die diesen Krieg auslösten, scheinen sich gegenwärtig zu wiederholen. Der Erste Weltkrieg zerstörte eine zivilisierte westliche Welt, und dies war das Werk nur einer Handvoll hinterhältiger Menschen. Zu den Folgen gehören Lenin, die Sowjetunion, Hitler, der Aufstieg des amerikanischen Imperialismus, Korea, Vietnam, die militärischen Einmischungen, die letztlich zur Entstehung von IS/ISIS führten und nun der wieder auflebende Konflikt zwischen Washington und Russland, den Präsident Ronald Reagan und Michail Gorbatschow beendet hatten.

Liebe Leser, fragen Sie sich doch einmal selbst: Wann hat Washington Ihnen schon einmal die Wahrheit gesagt? Die Lügen Washingtons haben schon Millionen Menschen das Leben gekostet. Wollen Sie auch zu den Opfern der Lügen Washingtons gehören?

Glauben Sie wirklich, dass die Lügen Washingtons und die Propaganda im Zusammenhang mit dem malaysischen Passagierflugzeug und der Ukraine es wert sind, alles Leben auf der Erde zu gefährden? Wer ist schon so leichtgläubig, dass er die Parallelität zwischen den Lügen Washingtons in Bezug auf die Ukraine und den Lügen über die angeblichen Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins, die Atomwaffen des Irans und den mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen durch Assad nicht erkennt?

Sind Sie überzeugt, dass der Einfluss der Neokonservativen, der immer noch die Politik in Washington bestimmt, unabhängig davon, welche politische Partei gerade am Ruder ist, viel zu gefährlich ist, als dass man ihn noch länger hinnehmen könnte?

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