Folterlager: Deutsche Diplomaten und die Colonia Dignidad

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Diplomaten ließen die Führung des Folterlagers Colonia Dignidad in Chile 40 Jahre gewähren. Ihre Passivität könnte der Bundesrepublik bald Probleme schaffen.

Über 40 Jahre bot die Colonia Dignidad im Süden Chiles ein Musterbild deutscher Tüchtigkeit und Ordnung. Hinter der sorgsam gepflegten Kulisse vergewaltigte Paul Schäfer, der Gründer und Führer der Auswanderergemeinde, unzählige Jungen und unterwarf seine Anhänger einem Regime gnadenloser Arbeitsfron, brutaler Strafen und rabiater sexueller Unterdrückung.

(Am Zaun der Colonia Dignidad hängen die Bilder von verschwundenen Menschen)

Während der Militärdiktatur von General Pinochet stellte er das hermetisch abgeschottete Siedlungsgelände dem chilenischen Geheimdienst für Folter und Mord an politischen Gefangenen zur Verfügung. Die Bundesrepublik Deutschland tat angesichts der schweren Verbrechen, die von und an deutschen Staatsangehörigen in Chile verübt wurden, jahrzehntelang: nichts.

Im Jahr 1961 verließen etwa 230 Mitglieder einer evangelikalen Gemeinde Deutschland und gründeten mit ihrem Führer Paul Schäfer, der einer drohenden Verhaftung wegen Kindesmissbrauch entkommen wollte…

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