Wie viel kostet ein Krieg?

Gegen den Strom

Eine Kriegsanleihe aus dem Jahr 1915 über 2000 Kronen.

Der Erfolg hat viele Väter, das gilt auch für Zitate: „Zum Krieg führen sind drei Dinge nötig: Geld, Geld und nochmals Geld.“ Gleich vier Personen wird dieser Spruch zugeschrieben: Zwei weniger bekannten Heerführern der Renaissancezeit, dem kaiserlichen Feldherren Raimondo Montecuccoli und dem Prinzen Eugen, einer der wenigen Gestalten in der österreichischen Geschichte, die ihre Bedeutung gewonnenen Kriegen verdanken.

Dieser hatte schon als Hofkriegsratspräsident unter Kaiser Leopold I. – ungeachtet seiner glänzenden Erfolge – stets Anlass zur Klage über mangelnde Mittelzuteilung. Und so hat sich die Legende der etwas schlampigen, aber friedlichen Monarchie fortgepflanzt, die im 19. Jahrhundert nicht zuletzt durch den verlorenen Krieg von 1866 noch verstärkt wurde. Daran konnte auch nichts ändern, dass Kaiser Franz Joseph stets Uniform trug und Armeeangehörige hohes Sozialprestige genossen.

Hohe Militärausgaben
Tatsächlich waren die Militärausgaben der Monarchie in absoluten Zahlen vor Kriegsausbruch geringer, als die der anderen späteren Kriegsteilnehmer, der Gegner wie der Verbündeten…

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