Lawrow: Der Westen will mit den Sanktionen Putin stürzen

Gegen den Strom

Der russische Außenminister Lawrow sieht hinter den Sanktionen der USA und der EU das Bestreben des Westens, einen „Regimewechsel“ in Moskau herbeizuführen. Lawrow sieht Parallelen zum Vorgehen gegen den Iran und Nordkorea. Russland fürchtet eine von den westlichen Geheimdiensten gesteuerte Destabilisierung des Landes.

Im Sommer trafen sich die Außenminister der Ukraine, Pawel Klimkin, Russlands, Sergej Lawrow, Frankreichs, Laurent Fabius, und Deutschlands, Frank-Walter Steinmeier, in der Villa Borsig in Berlin. Nach Lawrows Einschätzung geht es längst nicht mehr um eine gepflegte Unterhaltung im historischen Ambiente, sondern um einen handfesten Versuch, seine Regierung zu stürzen. (Foto: Foto: Thomas Koehler/photothek/Auswärtiges Amt/dpa)

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat dem Westen vorgeworfen, er wolle durch die im Zuge der Ukraine-Krise verhängten Sanktionen einen Regimewechsel in Russland erreichen. Mit den von der Nachrichtenagentur Tass am Samstag veröffentlichten Äußerungen Lawrows gehen die Wortgefechte zwischen Politikern Russlands und der USA sowie der EU in die nächste Runde. “Was das Konzept hinter den Sanktionen betrifft, so zeigt der Westen, dass er nicht Russland zu einer Änderung seiner Politik bewegen will, sondern dass er einen Regimewechsel bewirken will“, sagte Lawrow auf einer Sitzung des nationalen Rates für Außen- und Sicherheitspolitik in Moskau.

Lawrow verwies auf Sanktionen des Westens gegen den Iran und Nordkorea, die…

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