Lügenpresse und Presstituierte feiern 135 Jahre gekauften Journalismus

Lügenpresse und Presstituierte feiern 135 Jahre gekauften Journalismus

Schöner betrügen: Ob die Gesellschaft, die sich zur Findung des Unwortes eines jeden Jahres berufen fühlt, in diesem Jahr Wortfindungsstörungen hatte oder ob die „Lügenpresse“ tatsächlich den Anspruch eines Unwortes korrekt erfüllt, ist zur Stunde nicht endgültig geklärt. Regelmäßig besteht in dieser Sache große Übereinstimmung, aber in diesem Jahr scheiden sich die Geister. Entweder ist man noch zu dicht an aktuellen und laufenden Ereignissen oder da ist tatsächlich etwas nicht sauber gelaufen, so wie man es der Presse inzwischen regelmäßig unterstellt nachweist.

Der Begriff Lügenpresse … [Wikipedia] hat eine erheblich längere Tradition und ist keineswegs eine aktuelle Wortschöpfung, worauf die jüngste Erhöhung zum Unwort schließen ließe. Womöglich fühlen sich in dieser Sache auch nur einige Leute arg auf den Schlips getreten. Die jüngsten Verwender dieses Wortes sind die Leute von PEGIDA. Wenn man dann auch noch gesagt bekommt, dass insbesondere die Nazis schon gerne mit diesem tollen Wort zu Adolfs Zeiten spielten, spätestens dann ist natürlich alles klar. Das ist etwas zu kurz gegriffen, denn nahezu alle Systeme kennen dieses Wort, sofern sie von der Presse angegriffen werden. Letzteres sollte nicht dazu verleiten anzunehmen, die Presse wäre frei und unabhängig. Sie feiert aktuell und zusammen mit dem Unwort des Jahres ein ganz besonderes 135 jähriges Jubiläum.

Verständlicherweise Fälschlicherweise möchte sich die Presse selber gerne anders darstellen, die sogenannten Journalisten ohnehin. So wie es aussieht betrügen sie nicht nur die Leserschaft, nein, in erster Linie vollführen sie wohl einen außerordentlichen Selbstbetrug und dies sicherlich schon erheblich länger als 135 Jahre, nur wurde es 1880 etwas aktenkundiger. John Swinton … [Wikipedia], Journalist und Leitartikler bei diversen großen Printmedien in den USA, posaunte auf einem Bankett ihm zu Ehren seinen Kollegen folgendes ins Stammbuch:

„So etwas gibt es bis zum heutigen Tage nicht in der Weltgeschichte, auch nicht in Amerika: eine unabhängige Presse. Sie wissen das, und ich weiß das. Es gibt hier nicht einen unter Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben. Und wenn er es täte, wüsste er vorher bereits, dass sie niemals im Druck erschiene. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, dass ich meine ehrliche Meinung aus dem Blatt, mit dem ich verbunden bin, heraushalte. Andere von Ihnen erhalten ähnliche Bezahlung für ähnliche Dinge, und wenn Sie so verrückt wären, Ihre ehrliche Meinung zu schreiben, würden Sie umgehend auf der Straße landen, um sich einen neuen Job zu suchen. Wenn ich mir erlaubte, meine ehrliche Meinung in einer der Papierausgaben erscheinen zu lassen, dann würde ich binnen 24 Stunden meine Beschäftigung verlieren. Das Geschäft der Journalisten ist, die Wahrheit zu zerstören, schlankweg zu lügen, die Wahrheit zu pervertieren, sie zu morden, zu Füßen des Mammons zu legen und sein Land und die menschliche Rasse zu verkaufen zum Zweck des täglichen Broterwerbs. Sie wissen das, und ich weiß das, also was soll das verrückte Lobreden auf eine freie Presse? Wir sind Werkzeuge und Vasallen von reichen Männern hinter der Szene. Wir sind Marionetten. Sie ziehen die Strippen, und wir tanzen an den Strippen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unsere Leben stehen allesamt im Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.“

Luegenpack Siegel All-Parteien plus Mainstream verliehen von den belogenen Menschen Pressefreiheit LuegenmonopolDaran hat sich bis heute nichts geändert. Udo Ulfkotte hat es nur ein wenig aktualisiert und mit neueren Erkenntnissen zu dem beschriebenen Sachverhalt untermalt, als er sein Buch zum gekauften Journalismus veröffentlichte. Natürlich gilt er seither unter Seinesgleichen als Nestbeschmutzer und sollte das nicht reichen, ist er bestimmt auch noch extrem rechts oder extrem links, auf die Richtung kommt es im Einzelfall nicht an, nur auf das „Extrem“, ein Mackenzeichen, welches Abtrünnigen in der Branche verliehen werden muss, um der Welt zu signalisieren, dass man sie nicht ernst zu nehmen braucht.

pressefreiheit_heute_ist_spruch_definition_wika_qpressWir wollen das hier gar nicht vertiefen, eine feine Entenjagd zum Thema gibt an dieser Stelle: ARD-Ente: “Unwort” nicht von Journalisten und Schriftstellern gewählt … [Hinter der Fichte], dort geht man der Sache nach, wie professionell oder unprofessionell die Lügenpresse es in diesem Jahr zu derartigen Meriten bringen konnte. Fest steht aber, dass wir auch im Jahre 2015 eine unerschütterliche Allianz von Wirtschaft, Politik und Presse erleben dürfen, eben die Mär von der Vierten Gewalt … [qpress]. Schließlich ist Pressefreiheit heute das unerschütterliche Privileg von aktionärsbasierten Konzernmedien, jene Inhalte in die Köpfe der Menschen kippen zu dürfen, die ihren eignen Geldsegen mehren. Alles andere hat doch gar keinen Wert, in einer Zeit, in der Anstand und Moral ohnehin nur noch etwas für die mittellose Masse ist.

2 Kommentare zu „Lügenpresse und Presstituierte feiern 135 Jahre gekauften Journalismus

  1. Wer wissen will, wie die „Lügenpresse“ funktioniert, der sollte das Buch Gekaufte Journalisten lesen.

    Darin werden minutiös genau die Verbindungen der Alpha-Journalisten der grossen Deutschen Massenmedien zu US Atlantik Vereinen und zur NATO aufgezeigt.

    Schnell wird klar, „wessen Lied die Redakteure singen“ und auch warum etwas gedruckt wird und etwas anderes eben nicht.

    Die Textbausteine werden üblicherweise, z.B. in der FAZ ganz konkret, aber nicht nur dort, einfach von BND Leuten, die immer zu Zweit kommen, „vorbei gebracht“.
    Und wessen Lied der BND spielt, nämlich das der CIA, also letztendlich der USA, ist seit Snowden inzwischen auch ziemlich klar geworden..

    Das Buch Gekaufte Journalisten hat es bis zum Bestseller auf Platz 1 in der Politiksparte von Amazon geschafft und es verwundert nicht, dass es von den Deutschen Propagandamedien quer durch die Bank totgeschwiegen wird.

    Die FAZ ist sogar juristisch gegen einen niederländischen Journalisten, der ein Telefoninterview zu Gekaufte Journalisten haben wollte, vorgegangen…
    Und siehe dazu auch noch exemplarisch die Klage des Zeit Herausgebers Joffe, gegen eine Satiresendung. Der US Atlantiker Joffe klagt, weil er in nur 7 US Atlantiker Lobbys vertreten ist und nicht in 8 …

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  2. Für das Wort Lügenpresse gab es übrigens insgesamt nur 7 Einsendungen…

    Ja, richtig gelesen NUR GANZE SIEBEN mal wurde, laut Pressemitteilung der ominösen „unabhängigen Jury“ von http://www.unwortdesjahres.net das Wort Lügenpresse überhaupt vorgeschlagen!

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