Unter dem Titel Aus Sebnitz nichts gelernt, schreibt Fabian Schmidt-Ahmad in der Jungen Freiheit:
Es war der unumstößliche Beweis. Da demonstrierten am Montag scheinbar harmlose Bürger in Dresden gegen Asylbewerber. Und am nächsten Tag lag in eben dieser Stadt ein Asylbewerber tot auf der Straße. Die blonde Bestie, sie wurde beim Morden ertappt. Wieder einmal. Rassismus tötet. Immer wieder. Tag für Tag. Und so weiter. Wen interessierten da schon die tatsächlichen Todesumstände des zwanzigjährigen Khaled I. aus Eritrea. Man hatte seinen Blutzeugen. Das reichte. […]
Nein, die Medien haben aus der Vergangenheit nichts gelernt. Nicht aus dem angeblichen Mord in Sebnitz, nicht aus der angeblichen Ausländerhatz in Mügeln, nicht aus den vielen judenfeindlichen Überfällen, hinter denen stets Neonazis vermutet wurden, bis man die für gewöhnlich arabischen Täter faßte. Aus alledem hat man nichts gelernt. Und auch aus dem Mord in Dresden, der nun doch nicht ideologisch ausgebeutet werden kann…
Ursprünglichen Post anzeigen 358 weitere Wörter
