NSU-Affäre: War das Nagelbombenattentat in der Keupstraße eine Geheimdienstmission?

Gegen den Strom

Falk Schmidli

Man kann es drehen und wenden, wie man will. Die offizielle Version des Nagelbombenattentats in der Keupstraße passt weder zu den Zeugenaussagen noch zu den Ermittlungsakten. Und warum wurde der Öffentlichkeit eigentlich das zweite Fahrrad verschwiegen?

Derzeit wird vor dem Oberlandesgericht München das Nagelbombenattentat in der Kölner Keupstraße verhandelt. Bei diesem Anschlag, der am 09.06.2004 stattfand, wurden 22 Menschen verletzt, vier davon schwer. Die Schwarzpulver-Nagelbombe war im Topcase eines Fahrrads versteckt, das angeblich Uwe Mundlos dort platziert hatte. Dabei soll er von einer Kamera des Musiksenders Viva gefilmt worden sein. Die damals aufgenommenen Fahndungsfotos finden Siehier.

Die ganze Geschichte ist schon deshalb einigermaßen unglaubwürdig, weil erstens kein nachvollziehbares Motiv genannt wird, zweitens kein Bekennerschreiben existiert und drittens keine forensischen Beweisevorliegen. Diese drei grundlegenden Mängel ziehen sich bekanntlich durch die komplette NSU-Geschichte.

Der »Arbeitskreis NSU« um den Whistleblower »fatalist« hat sich des Falles »Keupstraße«…

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