Markus Gärtner
Vor einer Woche riss dem Vorstandschef des US-Meinungsforschers Gallup die Hutschnur. Jim Clifton war es satt, in den Leitmedien des Landes überall zu lesen, dass die Arbeitslosenrate im Dezember mit 5,6 Prozent den niedrigsten Stand seit dem Sommer 2008 erreicht hat. Laut Clifton ist diese Zahl jedoch eine »große Lüge«. Inzwischen wurde sie vom Arbeitsministerium für den Januar auf 5,7 Prozent nach oben korrigiert.
Die Jubelchöre in den Medien über die viel zu niedrig angesetzte offizielle Zahl, so der Gallup-Chef, seien ohrenbetäubend. Am Tag nach diesem drastischen Statement saß er im Studio des Fernsehsenders CNBC und sprach über seine Angst, er könne »plötzlich verschwinden« , weil er es gewagt hat, die offizielle Statistik des Weißen Hauses anzuzweifeln.
Wörtlich und voller Ironie in der Stimme, sagte Clifton in der Fernseh-Sendung: »Ich denke, dass die Zahl aus dem Arbeitsministerium sehr, sehr akkurat ist. Ich muss das…
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