In der staatlich gelenkten „Erinnerungskultur“, die von den gleichgestimmten deutschen Staats- und Konzernmedien verbreitetet wird, war Georg Elser in den vergangenen Jahrzehnten immer ein Paria. Sein knapp gescheiterter Bombenanschlag am 8. November 1939 um 21.20 Uhr auf die Führungsspitze der Nazis im Münchner Bürgerbräukeller, war die Tat eines freien Geistes mit Sympathien für den Kommunismus, der sich in Zeiten politischer Gleichschaltung, offener Hetze und Verfolgung Andersdenkender, nicht nur eine eigene, abweichende Meinung erlaubte, sondern seinen Gedanken und Beobachtungen auch eine Tat folgen ließ, die potentiell den Lauf der Geschichte massiv hätte ändern können – ob zum Guten oder Schlechten wollen wir später betrachten.
Dass bis heute nicht der Freidenker Georg Elser als Vorbild deutschen Widerstandsgeistes gilt, sondern der systemkonforme Opportunist, Feigling, Nazi und adelige Herrenreiter Stauffenberg, sagt mehr über die Kontinuität der deutschen Gesellschaft, als jede verlogene Sonntagsrede deutscher Politiker anlässlich irgendeines Nazi-Gedenktages. Wenn ein verkappter Militärpfarrer wie Joachim…
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