Es ist schon bezeichnend, dass die unmenschliche Praxis, Gefangene in Deutschland – egal ob verurteilt oder in Untersuchungshaft – wegen vermeintlicher Suizidgefahr tage- oder wochenlang am Schlaf zu hindern, erst publik wird, wenn ein ehemaliger Top-Manager nach dieser Tortur möglicherweise dauerhafte gesundheitliche Schäden erlitten hat. Dauerhafter Schlafentzug ist Folter. Daran gibt es nichts zu deuteln, zu rechtfertigen oder zu relativieren.
Genau das macht aber »DIE ZEIT« und hat dafür einen willigen „Experten“ gefunden. Dass so jemand als Gefängnispsychologe in Deutschland arbeiten – und in der ZEIT seine Folter auch noch verharmlosen und rechtfertigen darf – ist unfassbar.
Selbstverständlich gäbe es andere Methoden. Dazu gehört die Videoüberwachung, die eben nicht stressiger ist, als es dieser Folterer hier darstellt. Schließlich wäre es problemlos möglich – und weniger personalaufwändig – intime Momente zu schützen, indem man Intimzeiten einräumt, in denen nicht per Kamera, sondern personell überwacht wird. Auch eine ständige Pulsüberwachung wäre denkbar…
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