Das Morden in der Ukraine und kein Ende.

http://www.brd.uy/das-morden-in-der-ukraine-und-kein-ende

Kurze Rückschau.

Die Ukraine ist ein Land in Osteuropa. Früher gehörte die Ukraine zur Sowjetunion, dem heutigen Russland. 1991 wurde sie jedoch ein unabhängiger Staat. Ende 2013 kam es zu Protesten in der Ukraine, bei denen viele Menschen eine engere Zusammenarbeit mit der Europäischen Union forderten. Andere Ukrainer und Ukrainerinnen wiederum wollten lieber zu Russland gehören und es kam zu Gewalt zwischen den beiden Lagern. Im Osten der Ukraine brach sogar ein Krieg aus. Der bis heute anhält. Man schätzt das bis jetzt zirka 50000 Menschen ums Leben gekommen sind. Das Morden der Ukrainischen Faschisten in Kiew geht unvermindert weiter. Trotz der Vereinbarungen von Minsk.

Ereignisse

Ab 21.11.2013: Proteste auf dem Majdan in Kiew nach der Ankündigung von Präsident Janukowytsch, das Assoziierungsabkommen mit der EU nicht zu unterzeichnen.

Demon­stra­tio­nen ab 29.11.2013 nach Nicht- Unter­zeich­nung des Asso­zi­ie­rungs­ab­kommens.

Gewaltsamer Polizeieinsatz am 30.11.2013

Massen­demonstration mit über 500.000 Teil­neh­mern (?) am 08.12.2013.

18.-20.02.2014: Schüsse auf dem Maidan in Kiew fordern über 80 (?) Todesopfer. Wer geschossen hat, ist unklar. Von der wenige Tage später installierten Übergangsregierung (s.u.) angekündigte Untersuchungen über die Vorgänge finden nicht statt. Bis heute gibt es keinen unabhängigen Untersuchungsbericht. Beobachter bezweifeln die Version der Übergangsregierung, nach der die Schüsse ausschließlich von der zum Zeitpunkt der Vorfälle noch amtie­renden Regierung Janukowytsch bzw. der ‚Berkut‘, einer Polizei-Spezial­einheit, zu verantworten seien. Es gibt Aussagen und Indizien, dass oppo­sitionelle Kreise und / oder [ausländische] Geheimdienste involviert sind.

https://youtu.be/I-zDQT2TGRI

Auch der ka­na­disch- ukrai­ni­sche Po­li­tik­wissen­schaft­ler Ivan Katcha­novski von der Uni­versi­tät Otta­wa kommt laut einem Artikel auf heise.de zu dem Ergeb­nis, dass mili­tante Maidan­kräf­te vom Rech­ten Sek­tor massiv als Tä­ter an den Morden vom 20. Februar in Kiew be­tei­ligt waren.

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43590/1.html

In einer Repor­ta­ge vom 20.2.2015 der bri­ti­schen BBC wird laut einem Be­richt der Deut­schen Wirt­schafts Nach­rich­ten do­ku­men­tiert, dass die Op­po­si­tion in die Schüs­se auf dem Mai­dan ver­wickelt ge­we­sen waren.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/02/13/bbc-enthuellt-opposition-in-schuesse-von-maidan-massaker-verwickelt/

Der ukraini­sche Prä­si­dent Po­ro­schen­ko hin­ge­gen be­haup­tet am 1. Jah­res­tag der Er­eig­nis­se, dass ein ge­wis­ser Wla­dis­law Sur­kow, ein As­sis­tent des rus­si­schen Prä­si­den­ten, die Or­ga­ni­sa­tion von aus­län­di­schen Scharf­schüt­zen­grup­pen auf dem Mai­dan ge­lei­tet habe.

http://de.sputniknews.com/politik/20150220/301214023.html

Eine of­fi­ziel­le Auf­klä­rung der Vor­gän­ge, wie sie u.a. auch Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel ge­for­dert hat­te, gab es bis Heute nicht und ist auch nicht gewollt.

Vereinbarung über eine Beilegung der Krise in der Ukraine

Beteiligte: Regierung Ukraine (Wiktor Janukowytsch), Euromaidan-Opposition (Vitali Klitschko / UDAR, Oleh Tjahnybok / Swoboda, Arsenij Jazenjuk / Allukrainische Vereinigung „Vaterland“).

Weitere Unterzeichner als Zeugen: Die Außenminister Steinmeier / Deutschland und Sikorski / Polen sowie der Direktor im französischen Außenministerium Fournier / Frankreich als Vertreter von Außenminister Fabius.

An den Verhandlungen beteiligt war ferner Wladimir Lukin als Vertreter Russlands.

Der Maidan-Rat stimmte der Vereinbarung zu, unterzeichnete sie aber nicht.

Inhalte der Vereinbarung (u.a.)

  • Wiedereinführung der Verfassung von 2004 binnen 48 Stunden.
  • Verfassungsreform bis Ende September 2014
  • Vorgezogene Präsidentschaftswahlen bis Dezember 2014
  • Gemeinsame Untersuchung der jüngsten Gewaltakte
  • Keine Verhängung des Ausnahmezustandes

21./22.02.2014, nachts: Flucht von Präsident Janukowytsch

22.02.2014: Absetzung des Präsi­denten durch das Parlament

23.02.2014: Ernennung von Olexandr Turtschynow zum Über­gangs­präsi­den­ten

26.02.2014: Bildung einer Über­gangs­re­gie­rung unter Arsenij Jazenjuk

Da die Absetzung des Präsidenten Janukowytsch gemäß einer Bewertung der Vorgänge auf Spiegel Online nicht verfassungskonform verlief, war die Legitimität der Übergangsregierung umstritten.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-faktencheck-putin-und-der-legitime-praesident-a-957238.html

27.02.2014: Das Regional­par­la­ment der Krim be­schließt ein Re­fe­ren­dum über die staat­li­che Zu­ge­hö­rig­keit der Krim.

16.03.2014: Beim Re­fe­ren­dum spre­chen sich nach of­fi­ziel­len An­ga­ben bei ei­ner Wahl­be­tei­li­gung von 83% knapp 97% der Wäh­ler für ei­nen Bei­tritt der Krim zur Rus­si­schen Fö­de­ra­tion aus. Der Men­schen­rechts­rat beim rus­si­schen Prä­si­den­ten geht hin­ge­gen le­dig­lich von einer Wahl­be­tei­li­gung von 30 – 50% und einer Zu­stim­mungs­quo­te von 50 – 60% aus.

Anmerkung:

Der Wahr­heit am näch­sten kom­men dürf­te ei­ne Um­fra­ge der laut hei­se.de als se­riös und po­li­tisch un­ver­däch­tig gel­ten­den ame­ri­ka­ni­schen Pew- Stif­tung, wel­che gut 2 Mo­na­te nach dem Re­fe­ren­dum im Mai 2014 u.a. auf der Krim durch­ge­führt wur­de. Nach die­ser Um­fra­ge sa­gen 88% der Krim- Be­woh­ner, Kiew müs­se das Er­geb­nis des Re­fe­ren­dums an­er­ken­nen, so­gar 91% be­trach­ten die Ab­stim­mung als frei und fair. 93% ha­ben Ver­trau­en in Pu­tin, 92% in Russ­land, nur 2% glau­ben, die USA spiel­ten ei­ne po­si­ti­ve Rol­le. Die Pew- Aus­wer­tung er­scheint um­so ver­trau­ens­wür­di­ger, als bei Um­fra­gen in der West- und Ost- Ukrai­ne zu die staat­li­che Ein­heit der Ukrai­ne be­tref­fen­den The­men gänz­lich an­de­re und sehr un­ter­schied­li­che Re­sul­ta­te pub­li­ziert wur­den:

http://www.heise.de/tp/artikel/41/41704/1.html

18.03.2014: Das Bei­tritts­ab­kom­men wird un­ter­zeich­net

20.03.2014 Das rus­si­sche Par­la­ment (Du­ma) stimmt der Auf­nah­me der Krim und der Stadt Se­wa­sto­pol in die Rus­si­sche Fö­de­ra­tion zu.

Die USA, die EU und wei­te­re west­li­che Staa­ten be­zich­ti­gen Russ­land der An­ne­xion der Krim un­ter Bruch des Völ­ker­rech­tes.

17.03.2014: Sank­tio­nen der EU gegen Russ­land in Form von Ein­reise­be­schrän­kun­gen gegen ca. 20 Ein­zel­per­so­nen sowie dem Ein­frie­ren von im Be­reich der EU ver­wahr­ten Gel­dern und Ver­mö­gens­wer­ten der be­trof­fe­nen Per­sonen.

21.03.2014 und 28.04.2014: Aus­wei­tung der Liste der von den Sank­tio­nen be­trof­fe­nen Per­so­nen.

16.07.2014: Ver­schär­fung der EU- Sanktionen

30.07.2014: Ver­schär­fung der EU- Sanktionen (?)

06.08.2014: Russ­land verbietet Import be­stimm­ter Nah­rungs­mit­tel aus Län­dern, die gegen Russ­land Sank­tio­nen ver­hängt haben.

12.09.2014: Weitere Sanktionen der EU gegen Russ­land aufgrund eines Be­schlus­ses am 06.09.2014

Es gibt auch Sanktionen der USA und einiger weiterer west­lich orien­tier­ter Staaten gegen Russ­land, die jedoch aufgrund des eher geringen Han­dels­vo­lumens zumeist von gerin­ge­rer Be­deu­tung sind. Ins­be­son­de­re die Zu­sam­men­ar­beit gro­ßer (US- ameri­ka­ni­scher) Ener­gie­kon­zer­ne mit rus­si­schen Part­nern scheint nach wie vor zu flo­rie­ren.

BP macht trotz Sanktionen Geschäfte in Russland

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/schieferoel-deal-bp-macht-trotz-sanktionen-geschaefte-in-russland/9949578.html

Die um­strit­tene völ­ker­recht­li­che Be­wer­tung des An­schlus­ses der Krim an die Russi­sche Föde­ration, die völlige Un­ge­wiss­heit über die Schuld­frage beim Abschuss der MH17 (s.u.), die ver­steck­ten geopolitischen Motive „https://youtu.be/cYm3JRzwDfU“, die wo­mög­lich zur der­zeiti­gen Krise in Europa geführt haben sowie die Frag­wür­dig­keit von Sank­tio­nen über­haupt, zu­mal gegen ein Land, von dessen Roh­stoff­liefe­run­gen man in hohem Maße abhängig ist, begründen er­heb­li­che Zweifel an Ratio­nali­tät und Nach­hal­tig­keit einer der­ar­ti­gen Politik:

Handelskrieg: Der große Verrat von Angela Merkel an ihrem Volk

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/12/handels-krieg-gegen-russland-der-grosse-verrat-von-angela-merkel-an-ihrem-volk/

Feuerhölle Odessa

02.05.2014: Mindestens 48 Menschen kommen beim Brand eines Ge­werk­schafts­hauses in Odessa ums Leben. Rechts­ge­rich­te­te Demon­stranten, insbe­sondere An­hänger eines Fuß­ball­clubs, werfen Molotow Cocktails auf das Gebäude, in das sich links­ge­rich­te­te pro- russische Demon­stranten ge­flüch­tet hatten. Es ist von ‚Agents Provo­kateurs‘ die Rede, die den Kon­flikt gezielt an­gefacht haben sollen.

Die Chronologie kann man immer weiter führen, dies sollte nur ein kleiner Auszug sein der Ereignisse in der Ukraine.

Die Lügen des Westens

In der Ukraine herrscht ein blutiger Bürgerkrieg seit dem 29. August 2014. Die Vereinten Nationen geben bekannt das bereits mehr als 2.800 Menschen zu Tode gekommen seien. In der Morgenzeitung lasen wir: „Schock im Westen: Putin schickt Soldaten in die Ukraine. NATO schlägt Alarm, Merkel droht mit schärfen Sanktionen gegen Russland.“

Nachdem schon lange über russische Militärpräsenz in der Ostukraine gemutmaßt und ohne Beweise dagegen protestiert wurde, ist zuerst von 4.000, dann von 1.000 russischen Soldaten die Rede, die angeblich an der Seite der Aufständischen an einer Offensive gegen die westukrainischen Truppen beteiligt sind. Der russische Präsident dementiert und fordert von der Kiewer Regierung eine sofortige Waffenruhe. Doch daran hat die Regierung Poroschenko/Jazenjuk kein Interesse, weil ein Zurückweichen ihre Position im eigenen Land schwächen könnte.

Wo­rum geht es wirk­lich?

In Wirk­lich­keit geht es näm­lich bei dem Kon­flikt gar nicht in er­ster Li­nie um die Ukrai­ne, son­dern um etwas ganz an­de­res und um viel mehr: Es geht um ele­men­tare, glo­bale, geo­stra­te­gi­sche Inte­res­sen. Der Kon­flikt in der Ukrai­ne, der­zeit noch ein ty­pi­scher, lo­ka­ler Stell­ver­tre­ter­krieg, wie wir das aus Zei­ten des Kal­ten Krie­ges zwi­schen Ost und West, z.B. in Viet­nam, ken­nen, kann da­her je­den Mo­ment es­ka­lie­ren.

Das ei­gent­li­che Ziel der USA be­steht schlicht da­rin, zu ver­hin­dern, dass Eu­ro­pa, ins­be­son­de­re Deutsch­land, und Russ­land en­ge wirt­schaft­liche und poli­tische Be­zie­hun­gen knüpfen und die be­reits be­ste­hen­den wirt­schaft­lichen Be­zie­hun­gen zu zer­stö­ren, da eine en­ge und wei­ter zu­neh­men­de Zu­sammen­ar­beit zwischen Eu­ro­pa und Russ­land die do­mi­nie­ren­de Stel­lung der USA als ein­zi­ge ver­blie­be­ne Su­per­macht auf der Welt ge­fähr­det. Darüber hin­aus geht es ver­mut­lich um wirt­schaft­liche Am­bi­tio­nen in dem roh­stoff­rei­chen Land, durch das zu­dem ein Groß­teil der Pipe­lines für rus­si­sches Erdöl und Erd­gas nach Eu­ro­pa verläuft.

Das Ziel, ein Zu­sammen­wach­sen zwi­schen Eu­ro­pa und Russ­land zu ver­hindern, ver­fol­gen die USA prak­tisch seit dem Zer­fall der Sow­jet­un­ion und der da­mit ein­her ge­hen­den Auf­lö­sung des War­schau­er Pak­tes, denn ab die­sem Zeit­punkt be­steht die Ge­fahr des Zu­sam­men­wach­sens von Eu­ro­pa und Russ­land.

Die geo­po­li­ti­schen Zie­le und Stra­te­gien der USA nach dem En­de des Kal­ten Krie­ges sind be­schrie­ben im Stan­dard­werk ‚Ame­ri­can Pri­ma­cy and Its Geo­stra­te­gic Im­pe­ra­ti­ves‘ (deutsch: „Die ein­zi­ge Welt­macht: Ame­ri­kas Stra­te­gie der Vor­herr­schaft“), das von Zbig­niew Brze­zins­ki in der zwei­ten Hälf­te der 1990- er Jah­re ver­fasst wur­de.

http://tazelwurm.de/wp-content/uploads/2015/02/Die-einzige-Weltmacht.pdf

https://youtu.be/5lomur6IhXE

Brze­zins­ki war außen­poli­ti­scher Be­ra­ter des ehe­ma­li­gen ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten Jim­my Car­ter, sei­ne Ex­per­ti­se war auch unter den nach­folgen­den Prä­si­den­ten ge­fragt und er gilt vie­len bis heu­te als geo­stra­te­gi­scher Ar­chi­tekt der aktu­el­len ame­ri­ka­ni­schen Außen­politik.

Seit dem 29.12.2014: gibt es Hin­wei­se, dass es dem mi­li­tä­ri­sch- wirt­schaft­lich- po­li­ti­schen Kom­plex in USA und NATO gar nicht (al­lein) da­rum geht, Russ­land aus Eu­ro­pa aus­zu­schlie­ßen, son­dern viel­mehr da­rum, Zu­griff auf Russ­land und sei­ne wirt­schaft­li­chen Res­sour­cen zu er­lan­gen. Es gibt An­deu­tun­gen und In­di­zien, die darauf schlie­ßen las­sen, dass auf einen Umsturz in Moskau hin­ge­ar­bei­tet wird mit dem Ziel, die der­zei­tige Regie­rung durch eine den Inte­res­sen von Finanz­inve­storen und der west­lichen po­li­ti­schen Klasse auf­ge­schlos­sen ge­gen­über­ste­hen­de Re­gie­rung zu er­set­zen, wie das etwa in der Ära Jelzin der Fall war. Brze­zinski soll seine o.g. geo­stra­te­gi­schen Über­le­gun­gen in 2013 über­ar­bei­tet haben – die mög­li­cher­wei­se vor­ge­nom­me­nen An­pas­sun­gen kenne ich al­ler­dings nicht. Aber wenn wir uns die derzeitigen Entwicklungen anschauen, kann man erkennen in welche Richtung dies derzeit läuft.

Ein Groß­teil der ehe­mali­gen Staaten des War­schauer Paktes wurde in­zwi­schen in die von Deutsch­land (aus amerikanischer Sicht noch immer ein besetzter, nicht voll­stän­dig souve­räner Staat und somit unter Ein­fluss der USA) domi­nier­te EU und/oder die von den USA domi­nier­te NATO auf­ge­nom­men, darunter Polen, Tsche­chien, Ungarn, das Baltikum und etliche wei­tere Länder. Bei dem Kon­flikt in der Ukrai­ne geht es nun al­so um ein noch feh­len­des Puzz­le­teil des Rie­gels, den die USA zwi­schen Eu­ro­pa und Russ­land le­gen wol­len. Seit vie­len Jahren schon wird die Ukrai­ne mit ho­hem fi­nan­ziel­lem Ein­satz von den USA und der ver­bün­de­ten EU be­ein­flusst und bei Be­darf de­stabi­li­siert. Auch Russ­land ist in die­ser Pro­pa­gan­da­schlacht ak­tiv. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren wech­sel­ten sich dem We­sten ge­gen­über freund­lich ge­sinn­te Re­gie­run­gen mit Russ­land- feindlichen Regie­run­gen ab.

Zitat:

„Deutschland besetztes Land“ – NATO-Experte bezeichnet Deutschland als Vasallenstaat

NATO-Experte Daniele Ganser hat geäußert, dass Deutschland wegen seiner Eingliederung in das Militärbündnis nichts weiter sei, als ein Vasallenstaat für die USA. Diese hätten die Europäer schon immer gegenseitig ausgespielt.

Allerdings sei die NATO derzeit zerstritten wegen der Politik gegenüber Russland. Die USA sind derzeit wegen der Spionage-Affäre in Misskredit geraten, weshalb das Handeln der Vereinigten Staaten nun vielleicht überzogen sein könnte.

„Aus Sicht der USA ist Deutschland besetztes Land. Das schmerzt natürlich, wenn man das so liest als deutscher Leser, ist aber trotzdem die derzeitige Situation. Sie haben amerikanische Stützpunkte in Deutschland und das Handy von Kanzlerin Merkel wird vom US-Militärgeheimdienst NSA abgehört“, so Ganser

In der Ukraine geht es nach Ansicht des Nato-Experten Daniele Ganser um den nächsten Schritt der Nato-Erweiterung. Deutschland müsse mitziehen, weil die Amerikaner den Oberbefehl haben und verhindern wollen, dass eine neue Achse Moskau-Berlin entsteht. Die USA spielen zu diesem Zweck die EU-Staaten gegeneinander aus – um sie weiter kontrollieren zu können.

http://www.shortnews.de/beamto/1098230

Westliche Politik

Die Verlogenheit der westlichen Politik wird sichtbar, wenn man die Chronologie der Ereignisse in der Ukraine seit der von den USA organisierten und finanzierten „Orangenen Revolution“ im Jahre 2004 bis zur Maidan-Bewegung im Jahr 2014 betrachtet. Daraus erweist sich, dass die Ukraine nicht von Russland, sondern im Einvernehmen mit der EU von den USA destabilisiert wurde, was bereits im Dezember 2013 die EU-Beauftragten des US-Außenministers John Kerry, Victoria Nuland, in einem abgehörten Telefonat mit dem US-Botschafter in Kiew, Geoffrey Pyatt, zugegeben hat. Washington plante das Szenario für die Zeit nach dem Staatsstreich bereits lange vorher und favorisierte seinen Günstling, den Oligarchen Arsenij Jazenjuk, der dann auch Ministerpräsident wurde. Nuland renommierte außerdem damit, dass die USA mehr als fünf Milliarden Dollar für den „Regime Change“ in der Ukraine investiert hätten. Das kam in den westlichen Medien kaum zur Sprache, stattdessen kaprizierte man sich auf Nulands Ausspruch „Fuck the EU“.

Westliche Medien

Die westlichen Medien überbieten sich in der Ukraine-Krise seit mehr als zwei  Jahr in Lügen, Gemeinheiten und – wo es ins Konzept passt – geheuchelter Anteilnahme und inszenierter Empörung. Wie ein solches Versagen auf ganzer Linie möglich ist wissen wir, seit bekannt wurde, dass nicht nur viele der führenden Politiker, sondern ebenso Journalisten in maßgeblichen Positionen Think Tanks und Vereinigungen angehören oder nahestehen, die von staatlichen Stellen, zum Beispiel dem US-Außenministerium, der CIA oder sonstigen interessierten Organisationen und Konzernen finanziert werden. Während die Brandstifter für die Ukraine-Krise in den USA und der EU zu suchen sind, haben die Medien die Rolle des Brandbeschleunigers übernommen.

Seit Februar 2014 sind in Kiew Faschisten an der Macht, die mit Unterstützung westlicher Geheimdienste eine gewählte ukrainische Regierung durch Putsch gestürzt haben. Regierungsmitglieder, hochrangige Militärs und Polizeibeamte gehören der rechtsextremen Swoboda-Partei an, deren Vorsitzender Oleg Tjagnibok 2004 dazu aufrief „Russensäue, Judenschweine und sonstiges Gesindel“ zu bekämpfen; er ist weiterhin Fraktionsvorsitzender seiner Partei im ukrainischen Parlament. Dies nennt sich Demokratisch gewähltes Parlament.

Kriegstreiber Amerika

Das Hunderte US-amerikanischer Söldner der Academi-Truppe (ehemals „Blackwater“) im Einsatz sein sollen ist mittlerweite unbestritten. Putin erinnert das Vorgehen des westukrainischen Militärs an die Taktik „der faschistischen deutschen Truppen in der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg“: „Großstädte wurden eingekesselt und durch gezielten Beschuss zerstört, samt Einwohnern.“. Er fordert Verhandlungen zwischen der Kiewer Regierung und den ostukrainischen Separatisten. Deren Verhalten könne er verstehen: „Der Sinn ihrer militärisch-humanitären Operation besteht darin, die ukrainische Artillerie und die Mehrfachraketenwerfer von den Großstädten zu verdrängen, damit sie nicht mehr friedliche Zivilisten töten können.“ Das Vorgehen Russlands im Fall der Krim verteidigt er mit den Worten: „Wir haben die Krim nicht annektiert, sondern geschützt. Sonst würde es dort jetzt so aussehen wie in der Ostukraine.“ Abgesehen davon, dass die Krim mit dem russischen Flottenstützpunkt von außerordentlicher militärstrategischer Bedeutung für Russland ist, mag Putin recht haben.

In der Tat ist zu registrieren, dass die USA seit der Auflösung der Sowjetunion überall in der Welt eine aggressive Politik der Zerstörung staatlicher Strukturen und der wirtschaftlichen Okkupation betreiben. Auch deutet vieles darauf hin, dass ihnen nicht an einem wirtschaftlich starken, friedlichen Europa liegt. Willy Wimmer weist zu Recht darauf hin, dass amerikanische Globalkonzerne „mit gefüllten Kriegskassen“ dabei sind, das von der europäischen Industrie aufzukaufen, was bisher noch nicht im Bestand der USA ist. „Amerikanisches Gedankengut und Einfluss, wohin man auch den Blick schweifen lässt“, schreibt er. Berlin sei den Amerikanern in jeglicher Hinsicht zu Diensten. Dass Wimmer recht hat, lässt sich leider auch unter der schwarz-roten Regierung beobachten. Siehe TTIP und Ceta.

Auch das verlegen Deutscher Truppen in Richtung Osten zeigt eindeutig die Hörigkeit der schwarz-roten Regierung.

Die massive Gegenwehr der Aufständischen aus der Ostukraine scheint die USA und ihre Kiewer Marionettenregierung zu überraschen. Deshalb tuen die Kiewer Faschisten mit Hilfe der Amerikaner immer mehr Truppen und Material in die Ostukraine verlegen.

Dementsprechend titelte die Süddeutsche Zeitung: „Aussichtsloser Kampf um den verlorenen Osten.“ Die Schlussfolgerung lautet: „Trotz Putins Lippenbekenntnis zu einem Friedensplan müssen sich die Ukraine und die Welt damit abfinden, dass der Donbass nicht unter die Kontrolle von Kiew zurückkehren wird.

Die USA und die Europäische Union haben den Staatsstreich, den „Euro-Maidan“, in der Hauptstadt der Ukraine mehrere Jahre lang vorbereitet.

Dies teilte der ehemalige Mitarbeiter der US-Aufklärung, Scott Ricard, in einem Interview für den TV-Sender „Press-TV“ mit.

Fazit:

Die gro­ße Ge­fahr besteht ins­be­son­de­re für Eu­ro­pa: Dass wir zum Schlacht­feld und Schlacht­op­fer des ele­men­ta­ren geo­po­li­ti­schen In­te­res­sen­ge­gen­sat­zes zwi­schen den USA und Russ­land wer­den.

So­lan­ge Eu­ro­pa den USA be­din­gungs­los folgt, hat Russ­land kei­ne an­de­re Wahl, als Eu­ro­pa als Feind zu be­trach­ten. Die ge­gen­wär­tig vom We­sten be­trie­be­ne Sank­tions­spi­ra­le und in­ter­natio­na­le Iso­lie­rung Russ­lands bis hin zum Wirt­schafts­krieg führt über kurz oder lang zum Ruin Russ­lands und letzt­lich auch Eu­ro­pas. Sie wird da­her von Russ­land in ih­ren Aus­wir­kun­gen als to­ta­ler An­griff wahr­ge­nom­men.

Wenn man der­artig in die En­ge ge­trie­ben wird, wie es ge­gen­wär­tig Russ­land und Pu­tin ge­schieht, dann hat man ir­gend­wann nur noch zwei Op­tio­nen: Die ei­ne da­von, die vom We­sten ver­harm­lo­send mit „Einl­en­ken“ um­schrie­ben wird, be­deu­tet aus rus­si­scher Sicht Auf­ga­be und voll­stän­di­ge Un­ter­wer­fung. Die an­de­re Op­tion (im­mer­hin ei­ner Atom­macht … kann sich je­der selbst aus­ma­len …

Quellen / Querverweise.

5 Milliarden Dollar für den Staatsstreich

https://www.freitag.de/autoren/hans-springstein/5-milliarden-dollar-fuer-den-staatsstreich

Vom Abbau der Konfrontation in Europa zum Wiederaufbau der Konfrontation. Die Toten von Kiew sind die Opfer dieses Wahnsinns

Vom Abbau der Konfrontation in Europa zum Wiederaufbau der Konfrontation. Die Toten von Kiew sind die Opfer dieses Wahnsinns.

Einsatz gegen Separatisten: Ukrainische Armee bekommt offenbar Unterstützung von US-Söldnern

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-krise-400-us-soeldner-von-academi-kaempfen-gegen-separatisten-a-968745.html

Kämpfe in der Ostukraine: Putin vergleicht ukrainische Armee mit Wehrmacht

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-putin-vergleicht-ukrainische-armee-mit-wehrmacht-a-988827.html

Aussichtsloser Kampf um den verlorenen Osten

http://www.sueddeutsche.de/politik/krise-in-der-ukraine-aussichtsloser-kampf-um-den-verlorene-osten-1.2105459

Umsturz in Ukraine von USA und EU vorbereitet – Ex-CIA-Agent

http://de.sputniknews.com/german.ruvr.ru/news/2014_03_05/Umsturz-in-Ukraine-von-USA-und-EU-vorbereitet-Ex-CIA-Agent-4393/