Geldgier und falsche Hoffnungen: So verdienen Ärzte an todkranken Patienten

Gesundheits-EinMalEins

4. September 2016

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Der Palliativmediziner Matthias Töns lässt kein gutes Haar an seinen Kollegen. Glaubt man dem Mediziner, so werden in Deutschland todkranken Patienten falsche Hoffnungen gemacht, damit sie bestimmten Therapien zustimmen, die angeblich ihr Leben retten oder erträglicher machen sollen.

Doch das Vertrauen in diese Ärzte ist oft ungerechtfertigt. Dahinter steckt ein perfides System, bei dem am Ende nur der behandelnde Arzt gewinnt – und das in beträchtlichem Umfang. So zahlen Pharmaunternehmen Ärzten Handgelder für bestimmte Therapien.

Im Schnitt streicht ein Mediziner auf diese Weise 670 Euro für einen Todkranken ein. Für manche Therapien werden bis zu 7.000 Euro gezahlt. Das Ganze läuft dann unter dem Deckmantel einer „Studie“. Hierfür muss der Arzt nur ein paar Bögen ausfüllen, damit die Kasse klingelt – für Töns eine Straftat.

Die Ärzte verdienen am Sterben

„Was in der modernen Medizin geschieht, ist oft eher unmenschlich“, sagt Matthias Thöns. „Es hilft den…

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