„Gutmensch-Steuer“ für Deutschland keine Option

„Gutmensch-Steuer“ für Deutschland keine Option

Bad Ballerburg: Die Spaltung der Gesellschaft macht überall in Europa gute und sichtbare Fortschritte, soweit läuft alles nach Plan und die Menschen machen europaweit begeistert mit. Bevorzugtes Spalt-Thema ist nach wie vor die sogenannte Flüchtlingskatastrophe, die von Land zu Land in Europa anders gehandhabt wird. Nach der letzten Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, lenkt Kanzlerin Merkel zwar vordergründig ein, hat aber erneut betont, dass sie bislang alles richtig gemacht hat. Es wäre natürlich auch schlimm, wäre das anders.

Es wird höchste Zeit, dass man sich Gedanken über die besten und intelligentesten Spaltkeile macht, die derzeit am Markt grassieren. Selbst in Deutschland halten die Spaltpilze vermehrt Einzug in die Landtage. Passend nach der Sommerpause, macht Österreich jetzt den Vorreiter für die vertiefende Gesellschaftsspaltung. Genau genommen sind es die Freiheitlichen, dass Pendant zur hiesigen AfD:Solidaritod FPÖ fordert „Gutmensch-Steuer“[OE24], die meinen, dass hätte etwas mit Solidaritod zu tun. Die ÖVP (Österreichische Verräter Partei), die aber nicht das Pendant zu den hiesigen Sozial-Amok-Ratten darstellen, obwohl der Name dies implizieren könnte, kontert postwendend. Sie bezichtigt die FPÖ den Schuss nicht gehört zu haben, denn die Flüchtlingskrise sei doch längst vorbei und jedes Gerede im Nachhinein nur populistisches Gewäsch. Die gleiche These vertritt übrigens auch Angela Merkel nach ihrem Kurswechsel vor drei Tagen. Naja, ganz so unrichtig ist die Sicht der FPÖ natürlich nicht, denn die Kosten-Uhren ticken ja noch Jahrzehnte weiter, weshalb die Debatte in Österreich auch mehr Sinn macht als in Deutschland. Weshalb? Dazu kommen wir jetzt.

Wolfgang schaeuble mein schatz der finanzminister gollum herr der Dinge Ringe schreckgespenst deutscher Politik_blauDank unserer “Schwarzen Null” von der CDU, dem Wolfgang Daumen-Schräuble, quellen in Deutschland sämtliche Kassen über und wir könnten uns locker noch ein paar Millionen Flüchtlinge leisten, zumal die nach den Einsichten der Kanzlerin unsere Sozialsysteme wieder flott machen (zirka ab 2050), bis dahin wird es an der Stelle halt noch etwas enger werden, aber “wir schaffen das”. Weil Deutschland sowieso gerade im Geld ersäuft und gar nicht weiß wohin damit, würde eine ähnliche Argumentation seitens der AfD hierzulande gar nicht verfangen, ist also der Rede nicht wert.

Coat_of_arms_of_Germany_Bananen Republik Deutschland Adler mit Banane in den Klauen Symbol Verfall_150dpiAber wahrscheinlich läuft das in Deutschland sowieso alles viel besser ab als in Österreich, wie man hier nachlesen kann: OECD-Studie überrascht • Flüchtlinge in Deutschland sind oft überqualifiziert[T-Online]. Jetzt kommt eine andere Frage hoch. Ob wir hier in Deutschland überhaupt noch in der Lage sind diese ganzen hochqualifizierten Arbeitsplätze zu schaffen, oder gibt es die womöglich nur in Afrika/Asien, wo diese Leute ihre Qualifikationen erlangten? Offensichtlich muss an dieser Stelle erst noch der Markt ein wenig nachjustiert werden. Wenn bisher noch keine Stellen für diese “Überqualifizierten Fachkräfte” vorhanden waren, heißt das doch im Umkehrschluss, dass das Niveau in Deutschland einfach zu gering ist. Das hat die OECD aber bösartig verschwiegen. Das spielt wieder ganz anderen Kräften in die Hände, die seit Jahren behaupten, dass es sich bei der BRD faktisch um die “Bananen-Republik-Deutschland” handele. Von einer manipulierten Berichterstattung zum Thema der “Überqualifizierten Arbeitskräfte” sollten wir vorsorglich nicht ausgehen. In den westlichen Demokratien wird immer nur die Wahrheit gedruckt.

In Deutschland hätten wir darüber hinaus den Vorteil, dass wir dieses Kind (Gutmensch-Steuer) auch nicht so ekelhaft benennen müssten. Wir könnten einfach den seit dem letzten Jahrtausend  temporär eingeführten Solidaritätszuschlag ein wenig erhöhen, damit wäre die Diskussion schon vom Tisch. Aber selbst das brauchen wir wegen der überquellenden Staatskasse nicht. Der Zweck ist ja ohnehin derselbe: “Solidarität” mit den Menschen. Das die jetzt von woanders als aus Ostdeutschland kommen, kann ja wohl keinen Unterschied machen, dass wäre rassistisch und diskriminierend (wir nehmen an, dass die Grünen diese Argumentation gerne übernehmen werden).  Aus besagten Gründen, und wegen der überquellenden Staatskasse, wird diese Diskussion in Deutschland nicht aufkommen. Seien wir doch dankbar dafür, dass die AfD dieses Thema nicht aus Österreich erben kann.

Wenn wir unbedingt eine neue Steuer oder Abgabe bräuchten (was absehbar ist), zum Zwecke der Selbstkasteiung, dann wäre es der ultimative Banken-Soli. Mit der nächsten, bereits vorgeplanten Bankenkrise, werden wir diesen ohnehin benötigen.  Hier sei daran erinnert, dass die Solidarität mit den Banken noch um einiges höher zu bewerten ist, als die mit den Flüchtlingen. Bereits seit 2009 wissen wir, dass unser aller Seelenheil ausschließlich an den Banken hängt. Genau das haben die braunen Jungs von der FPÖ vollständig verpeilt. Hätten sie passend zum Sommerlochschluss und noch weit vor Beginn der nächsten Bankenkrise, den Banken-Soli so energisch gefordert wie jetzt die “Gutmenschen-Steuer“, wäre ihnen Österreich jetzt komplett zu Füßen gelegen. Naja, ganz so einfach wie hier in der Theorie dargestellt ist die Welt da draußen nicht, in der Realität geht es schon noch um einiges abstruser zu.