
Der Lobbyverein „Die Lebensmittelwirtschaft“ hat die Ergebnisse einer eigens in Auftrag gegebenen Studie grob verzerrt wiedergegeben. Was die Forscher herausgefunden hatten, passte den Industrievertretern offenbar gar nicht.
Seit Jahren stemmen sich die Lobbyverbände der Lebensmittelindustrie gegen mehr Transparenz und verbindliche Regeln – sei es eine bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln oder eine Beschränkung der Kinderwerbung.
Das Argument: Der Staat dürfe die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht bevormunden (Drastische Visualisierung: Bei diesen Lebensmitteln wird Ihnen schlecht, wenn Sie sehen, was drin ist (Videos)).
Kampfbegriff „Bevormundung“
Der Lobbyverein „Die Lebensmittelwirtschaft“ hat nun eine Verbraucher-Studie „Das sollst Du essen“ veröffentlicht. Die Pressekommunikation zieht ein eindeutiges Fazit: Die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen beim Essen nicht vom Staat bevormundet werden.
Diese Interpretation basiert auf zwei von 73 Umfrageergebnissen. Demnach lehnt eine Mehrheit der Befragten die Aussage ab: “Der Staat hat das Recht über meinen Kopf hinweg zu entscheiden, was gesund ist…
Ursprünglichen Post anzeigen 385 weitere Wörter