Mysteriöser Massentod: Zehntausende Menschen sterben auf den Zuckerrohrfeldern

Gesundheits-EinMalEins

1. Dezember 2016

titel-tod

Der Tod lauert im Zuckerrohrfeld. Er rafft die Arbeiter hinweg, junge, kräftige Männer, oft noch keine 30 Jahre alt. Viele, die gerade noch einmal mit dem Leben davongekommen sind, bleiben gezeichnet, schwer krank, arbeitsunfähig. „Wir sind wandelnde Tote“, sagt der ehemalige Zuckerrohrschneider Juan Salgado.

46 Prozent der Todesfälle bei Männern

In Mittelamerika geht eine mysteriöse Krankheit um. Der Epidemie sind schon Zehntausende Menschen zum Opfer gefallen – mehr als an Leukämie, Diabetes und Aids zusammen. An der chronischen Niereninsuffizienz sterben vor allem die Arbeiter auf den Zuckerrohrfeldern.

In der nicaraguanischen Ortschaft Chichigalpa war diese Unterfunktion der Nieren in den vergangenen zehn Jahren für 46 Prozent aller Todesfälle bei Männern verantwortlich. Normalerweise leiden vor allem ältere Menschen in Industrieländern an chronischer Niereninsuffizienz. Auslöser sind Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck.

Ursachenforschung wird vorangetrieben

In Mittelamerika hingegen sind es vor allem junge Männer, die erkranken. Fast immer arbeiten sie auf…

Ursprünglichen Post anzeigen 632 weitere Wörter