Keine Möglichkeit für Stimmungsmache wird ausgelassen, um den Leuten in Deutschland zu suggerieren, dass Donald Trump im Vergleich zu Barack Obama unbeliebt sei und mit seiner Politik absolut isoliert da steht. Bereits Focus Online widmete sich in einem Bericht der Fotomontage des Reuters Fotografen Lucas Jackson, die beweisen soll: In der Amtseinführung am 20. Januar 2017 um 12.01 Uhr (Ortszeit) nahmen gar nicht so viele Menschen teil. Ja fast schon gähnende Leere herrschte auf dem Platz vor dem Kapitol in Washington – im Vergleich zu Barack Obamas Ernennung zum US-Präsidenten am 20. Januar 2009. Hierfür kamen über 1,8 Millionen Menschen. Beide Fotos wurden etwa zur gleichen Zeit von der National Mall aus aufgenommen.
Nun entlarvt Ranga Yogeshwar in der Sendung bei Markus Lanz den Bildervergleich als Fake. Ausgerechnet Ranga Yogeshwar, der als Trump-Kritiker gilt, beurteilt detailliert die Luftaufnahmen: Die Bilder seien nicht zur gleichen Zeit geschossen worden. Die Luftaufnahme von Trumps Vereidigung sei 20 Minuten vor seinem Schwur geschossen worden, das heißt, wenn man ein Bild zu früh macht und das vergleicht, dann ist das nicht fair. Deswegen plädiere ich dafür, wirklich mal genau die Uhrzeiten zu nehmen…“ (etwa 20 Minuten früher, sagt ein anderer Gast). Die Uhrzeit war roundabout 45 Minuten [früher]. Es war einfach zu früh, um es sauber zu vergleichen. Max Otte, ein weiterer Studiogast, sagte dazu: Das ist das Thema mit dem Post-Faktischen. Es waren mehr Menschen, als auf dem leeren Bild bei der Vereidigung. Es waren mehr Menschen als dort gezeigt wurden, weil das später war. Also von daher ist das postfaktische gegen Trump ins Feld geführt worden, von einem eigentlichen Qualitätsmedium.
Quelle: https://politikstube.com