Michael Winkler: Was ist ein „religiös geprägtes Kleidungsstück“?

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Eine Muselmanin wollte in Berlin an einer Grundschule unterrichten, doch ihre Bewerbung wurde abgelehnt. Deswegen wurde ihr jetzt eine Entschädigung von 8.680 Euro zugesprochen, weil sie selbstverständlich nur wegen ihres Kopftuches diskriminiert worden sei. Die zuständige Richterin Renate Schaude kam zur Ansicht, daß von ihr keine konkrete Gefährdung des Schulfriedens ausgegangen wäre, es ansonsten jedoch zulässig sei, daß in Berlin Polizisten, Lehrer und Justizmitarbeiter im Dienst keine religiös geprägten Kleidungsstücke tragen dürfen.

Leider hat die Richterin offen gelassen, ob ein Kopftuch ein „religiös geprägtes Kleidungsstück“ ist oder nicht. Aber womöglich ist in den zerfallenden Berliner Schulen ein Kopftuch dringend nötig, um die Frisur vor dem herunterrieselnden Putz zu schützen. Geld für die Renovierung der Schulen ist keines da, weil dies für Asylbetrüger und sonstige Zudringlinge ausgegeben wird.

„Fuchs, du hast die Gans gestohlen…“ Was ist das? Das ist kein harmloses Kinderlied, sondern eine Diskriminierung für alle Veganer! Jedenfalls hat in Limburg eine Veganerin erfolgreich dagegen geklagt, daß ein Glockenspiel in der Innenstadt dieses Lied spielt. Die Frau stößt sich nicht etwa an der nicht-veganen Lebensweise einheimischer Füchse, sondern an der zweiten Liedzeile: „Sonst wird dich der Jäger holen, mit dem Schießgewehr!“ Vermutlich ist es die Verherrlichung eines Waffenträgers als Werkzeug der Gerechtigkeit, das diese Dame stört. Für sich selbst und ihre Lebensweise fordert diese Damin natürlich jene Toleranz, die sie selbst einem Lied aus dem 19. Jahrhundert verweigert.

Das britische Unterhaus hat dem Brexit zugestimmt, mit 494 gegen 122 Stimmen. Dagegen waren nur die Schottischen Nationalisten und 52 Abgeordnete der Labour-Partei. Am 7. März soll das House of Lords die Beratungen abschließen. Spätestens Ende März soll es so weit sein, dann will Premierministerin May in Brüssel den Austrittsantrag stellen.

Das ist der erste Domino-Stein, wenn Geerd Wilders in den Niederlanden übernimmt (was sehr wahrscheinlich ist) und Marie LePen in Frankreich (was nicht ganz so sicher ist), dann drohen weitere Austritte. Im Gegensatz zu den Briten sind das Gründungsmitglieder der EWG und Teilnehmer am Euro. Griechenland und Italien können sich den Euro ohnehin nicht leisten. Wir gehen also recht turbulenten Zeiten entgegen.

Eine Rumpf-EU, bei der außer Deutschland alle Mitglieder nur die Hand aufhalten, ist dabei noch ein positives Szenario. Ganz nebenbei: die Target-2-Salden können wir jetzt schon abschreiben, wenn der Euro platzt, ist dieses Geld verloren.

Quelle: Michael Winkler