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Bundeswehr-Kasernen-Soap: bald auch online Sterben

Bundeswehr-Kasernen-Soap: bald auch online Sterben

Bundeswehr-Kasernen-Soap: bald auch online Sterben

BRDigung: Die Welt wird von Tag zu Tag verrückter, aber offenbar ist sie manchen Leuten immer noch nicht verrückt genug. Dies gilt besonders für das deutsche Kriegsministerium unter der Führung der allseits beliebten Flinten-Uschi. Die Bundeswehr, übrigens von großen Personalnöten geplagt, überlegt sich inzwischen händeringend weitere werbliche Maßnahmen fürs Sterben, um so den Nachschub an frischem Kanonenfutter zu sichern. Was liegt da näher, als die Bundeswehr korrekt zu vermarkten, bestens in Form sehenswerter “Events”.

Wir kennen das Geschäft aus der Drogenszene gut genug. Erstmal muss man die Kundschaft ein wenig “anfixen“, bis sie dann gesichert an der Nadel hängt. Ähnlich scheint es sich auch bei dem neuen Bundeswehrkonzept zu diesem Thema zu verhalten. Näheres dazu wurde zu Beginn des Monats an dieser Stelle berichtet: “Die Rekruten” • TV-Sender buhlen um Bundeswehr-Reality-Show[SpeiGel auf Linie]. Allem Anschein nach möchte man mit solchen Programmen an so große Erfolgsgeschichten wie “Dschungelcamp” oder “Container” anknüpfen.

Bundeswehr-Kasernen-Soap: bald auch online SterbenAuf lange Sicht würde es vermutlich ziemlich langweilig werden, wenn sich die Bundeswehr (Container-like) ausschließlich auf Kasernen-Soaps beschränken wollte. Damit der Kick richtig rüberkommt und auch die Ego-Shooter-Generation korrekt angefixt werden kann, muss alsbald ein wenig Live-Sterben hinzukommen. Was nicht geringeres bedeutet, dass man auch direkt vom Schlachtfeld berichten wird. Um zielgruppenwirksam zu bleiben, macht es auch Sinn, das ein oder andere “geile Kriegsgerät” nach dem Geschmack der Rezipienten herzurichten. Besonders heroisch wäre es, wenn man die letzten Sekunden eines just von einer Granate zerfetzten Soldaten fürs große Publikum vor dem heimischen Progagandaschirm sitzend, mitschneiden könnte. Noch schöner wär’s, des Getroffenen letzten Hauch zu klar und deutlich zu vernehmen: “Es hat sich gelohnt” … bevor er dann im nächsten Moment effektvoll die Äuglein für immer schließt und er sich des weiteren regungslos auf die letzte Zeremonie bei seiner Heimkehr vorbereitet, wie oben gezeigt.

Werbung: Sterben ist gar nicht so schlimm, nur für den richtigen Zweck sollte es bitte schon sein. Dazu zählt unter anderem die Sicherung der Bananen-Nachschubwege aus Südamerika als auch die generelle Sicherung von Absatzwegen heimischer Konzerne für deren Produkte. Für weitere Informationen dazu befragen Sie bitte ihre Bundes-Mutti oder Kriegsminister|in.Bundeswehr-Kasernen-Soap: bald auch online Sterben

Sicher, die vorstehende Werbung war natürlich ein kleiner Scherz unsererseits. Denn wenn es um das “Werben fürs echte Sterben” geht, braucht es in Deutschland natürlich keine Warnhinweise und auch keine Ekelbilder. Ganz im Gegenteil, damit die Nummer gelingt, zeigt man der noch relativ unbedarften Jugend doch lieber den ein oder anderen Werbefilm oder geht auch schon mal auf Kindergeburtstage. Die Kernaussage einer werblich korrekten, als auch ministeriell zugelassen Werbebotschaft wäre natürlich: “Wer zur Bundeswehr geht ist ein Held“. Und da kann man gar nicht früh genug anfangen, die Kinder an das “Branding” der Bundeswehr zu gewöhnen. Der “Markentod” sollte immer klar erkennbar sein.

Niemals die Kleinen vergessen, man kann nicht früh genug anfangen …

Bundeswehr-Kasernen-Soap: bald auch online Sterben

Die Kindertagesstätten in den Kasernen sorgen nicht nur für einen familienfreundlichen Krieg oder die Möglichkeit eines Teilzeitkrieges, also im Nebenerwerb. Mit etwas Glück regt es auch die Selbstvermehrung des Kanonenfutters an. Das neue Format der Bundeswehr wird bestimmt auch die ein oder andere Sexeinlage vorm Spind beinhalten. Über die Dunkelziffer reden wir hier auch nicht. Wissen wir doch inzwischen alle, das “Sex und Gewalt” unsere Gesellschaft zusammenhält. Die werbliche Ansprache der “untersten Triebe” war und ist dabei immer noch die effektvollste. Das alles dann noch ein wenig mit Alkohol begossen und schon ist unsere supergeile Bundeswehrparty richtig am Kochen.

Genau eine solche Stimmung muss die Bundeswehr mit ihren neuen werblichen Maßnahmen rüberbringen, um das Kanonenfutter (un)anständig zu motivieren bei dieser “Party” mitzumachen. Und wenn wir jetzt auch noch alle verinnerlicht haben, dass der Krieg nichts weiter als eine Mega-Party ist, dann ist unsere Gesellschaft wieder reif für den Untergang. Sodom und Gomorrha 2.0 lassen bereits seit geraumer Zeit grüßen.